Pferde wurden früher ausschließlich als Nutztiere gehalten. Sie wurden für
die Feldarbeit und als Fortbewegungsmittel eingesetzt, sprich geritten
oder vor einen Wagen
gespannt.
Die Unpaarhufer ziehen zwar heute auch noch Kutschen und werden geritten.
Allerdings dienen die rund 1 Million Pferde, die in Deutschland gehalten
werden, nicht mehr als Nutztiere im eigentlichen Sinne, sondern sind Teil
von Freizeiteinrichtungen, wie Reitschulen. Darüber hinaus werden Pferde
heute auch zu Sportzwecken eingesetzt. Es gibt eine Reihe von Wettkämpfe,
bei denen Pferde zum Einsatz kommen, angefangen von der Pferderennbahn bis
hin zum Sprungreiten. Darüber hinaus gibt es auch in Deutschland eine
berittene Einheit der Polizei, und zwar die Gebirgsbrigade in Bad
Reichenhall. Die Pferderassen sind eingeteilt in Groß- und Kleinpferde.
Zu den Kleinpferden gehören der Haflinger, das Islandpferd und das
Norwegische Fjordpferd, auch Norweger genannt und der Lewitzer, sowie der
Tinker. Als Großpferd gelten alle Pferde, die vom Stockmaß her größer sind
als 148 cm. Hierunter fallen zum Beispiel Pferderassen wie die
Hannoveraner und die Holsteiner, sowie die Lipizzaner. Pferderassen gibt
es sehr viele. Sie haben alle ihr Ursprungsgebiet. Ihr Körperbau ist dabei
jeweils den Gegebenheiten ihres Ursprungs- bzw. Einsatzgebietes
entsprechend entwickelt. Zu den ältesten Pferderassen gehörte zum Beispiel
die Missouri Foxtrotter, Pferde, die allen die gerne Western ansehen
bekannt sein dürften und eine der ältesten Pferderassen Nordamerikas.